Steht unser Wirtschafts- u. Finanzsystem vor dem Ende?

Die Verschuldung der Staaten steigt ständig und wird durch die Covid-19 Krise nochmals verstärkt. Andererseits steigen die Vermögen der Reichsten immer schneller.

Die Bilanzsummen der Notenbanken steigen in gigantische Höhen und die Vermögen der Reichsten gehen im Gleichklang mit nach oben. Dies bedeutet, dass alles Geld das gedruckt bzw. buchmäßig geschaffen wird, eins zu eins zu den Reichsten der Welt wandert und nicht unseren Volkswirtschaften dient.

 

Bilanzsummen EZB
Bilanzsumme SNB
Bilanzsumme BoE
Bilanzsumme BoJ

Dass diese Entwicklung nicht auf Dauer fortgesetzt werden kann, leuchtet jedem ein, jedoch unternimmt keiner etwas dagegen. Unser KMUs kämpfen mit unfairem Wettbewerb, denn die großen Konzerne nutzen die Steuerflucht durch Gewinnverlagerung in Niedrigsteuerländer und leisten somit keine Beiträge zu den Aufgaben unseres Staates wie Herstellen der Infrastruktur, Bildung, Gesundheitssystem, Sicherheit usw. Gleichzeitig nutzen sie jedoch Leistungen wie Benützung unserer Straßen, Nutzung unserer ausgebildeten Mitarbeiter und Versorgung der Mitarbeiter durch unser Gesundheitssystem.

Der ungleiche Wettbewerb muss beendet werden, denn sonst werden unsere KMUs nicht überleben und dem Staat werden auch nicht mehr die notwendigen Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben zur Verfügung stehen!

Gleichzeitig muss die Schuldenpolitik beendet werden und die Konzerne müssen ihren Beitrag leisten, wenn sie an unseren Märkten teilnehmen!

Nachfolgendes Beispiel zeigt, wie ungerecht unser System ist. Würden wir auch alle keine Steuern zahlen, würde unser Staat nicht funktionieren, jedoch könnte jeder Einzelne dadurch reich sein.
Ein Dienstnehmer der mtl. netto 2.000 € verdient, erhält somit ein Nettojahreseinkommen von 28.584 € und kostet der Firma mit allen Lohnnebenkosten 52.460 €. Es fallen somit Abgaben iHv 23.876 € an. Würde der Dienstnehmer so wie die Konzerne keine Abgaben zahlen, hätte dieser nach 45 Dienstjahren 1.074.438 € ohne Zinsen Vermögen angesammelt. Bei 3.000 € netto wären dies sogar 2.067.745 €.

Wenn wir unser Wirtschafts- und Finanzsystem nicht bald retten, wird es zum großen Crash kommen, denn die immer steigenden Schulden führen früher oder später zu einem Vertrauensverlust bei den Gläubigern. Die Folge wäre, dass unser Finanzsystem zusammenbrechen würde und eine Wirtschaftskrise mit hoher Arbeitslosigkeit und Elend die Folge ist.

Unser Wirtschaftssystem hat sich von der sozialen Marktwirtschaft schon lange verabschiedet!
Reaktivieren wir daher die soziale Marktwirtschaft wieder!

Dafür sollte ein Gesetzesantrag im Parlament eingebracht werden und wenn die ÖVP diesen wieder ablehnen, sollte der Bundeskanzler an seine Aussage anlässlich der 75-Jahr Feier der Republik erinnert und aufgefordert werden, seine Ankündigung wahr zu machen.

Auszug aus der Rede betreffend Kampf gegen Steuerflucht
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